Gemälde von Giovanni Segantini

Giovanni Segantini gilt im Allgemeinen als der Wiederentdecker und große Erneuerer der Alpenmalerei. Er wurde als Sohn eines Straßenhändlers in Arco geboren. Damals gehörte das heute italienische Arco zu Österreich, was den Maler zu einem österreichischen Staatsbürger macht. Als Giovanni Segantini sieben Jahre alt war, starb seine Mutter und er wurde unter die Obhut seiner Halbschwester Irene, welche in Mailand lebte, gegeben. Seine Laufbahn als Alpenmaler begann 1881 als er in die Brianza, einer Seenlandschaft zwischen Mailand und Como, zog. Er verstarb überraschend 1899 im Alter von nur 41 Jahren an einer Bauchfellentzündung. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete er am Mittelbild seines bekanntesten Gemäldes, dem Alpentriptychon. Dies war als siebenteiliges Gemälde geplant, jedoch konnte Giovanni Segantini nur drei Teile fertigstellen. Dies sind seine wichtigsten Arbeiten, die wir hier kurz vorstellen möchten:

Werden – La vita

„Werden – La vita“ zeigt die untergehende Sonne auf dem Hochplateau Plan Luder. Der Betrachter ist zunächst vom Lichtspiel des Sonnenuntergangs angezogen. Unweigerlich folgt der Blick der Bergsilhouette, welche zu einer Mutter mit Kind auf einem absteigenden Weg führen, der sich im Vordergrund um einen klaren blauen Bergsee windet.

Sein – La natura

Vom SchafHis - La natura Giovanni Segantiniberg aus blickt man auf die Oberengadiner Seen und St. Moritz während das letzte Tageslicht gleisend den Horizont erhellt. Menschen mit ihren Weidetieren befinden sich auf dem Heimweg und sind ruhig in die Landschaft eingepasst, ohne das Licht über den Bergkuppen zu unterbrechen. Von „Sein – La natura“ geht eine starke Leuchtkraft aus. Spezielle Strichtechniken verstärken die Kraft der Sonne als Lichtquelle.

Vergehen – La morte

Bei der Arbeit zu „Vergehen – La morte“ verstarb der Künstler und konnte das Bild nicht vollständig zu Ende malen. Dennoch ist es das emotional am stärksten wirkende Gemälde von Giovanni Segantini. Es zeigt eine Winterlandschaft im Morgenlicht. Eine junge, tote Frau wird aus einer Hütte getragen Der Himmel jedoch strahlt Wärme und Hoffnung aus. Das irdische Leben der jungen Frau ist beendet, es ist jedoch nur eine Zwischenstation.