Galerie Thaddaeus Ropac – Joseph Beuys sei Dank!

Galerie Thaddaeus Ropac

Der 1960 in Klagenfurt geborene Thaddaeus Ropac zählt heute zu den berühmtesten und erfolgreichsten Galeristen der Welt. Dabei wäre alles ganz anders gekommen, wenigstens wenn es nach dem Willen von Thaddaeus Ropac selbst gegangen wäre.

Er begann seine Kunstkarriere als junger Mann in Salzburg, wo er unter der Anleitung vom bekannten österreichischen Bildhauer Karl Prantl Steinskulpturen bearbeitete. Als der Aktionskünstler und Bildhauer Joseph Beuys bei einem Besuch Prantls die Arbeiten von Thaddaeus Ropac sah, überzeugte Beuys den jungen Künstler, die Bildhauerei an den Nagel zu hängen. Es ist interessant, dass gerade dieser Beuys einmal sagte, dass in jedem Menschen ein Künstler steckt.

Thaddaeus Ropac nahm sich jedoch den Ratschlag zu Herzen und eröffnete stattdessen eine winzige Galerie in Salzburg. Nach eigenen Aussagen war diese so provinziell, dass es nicht einmal Rahmen für die verschiedenen Bilder gab.

Dennoch konnte Thaddaeus Ropac in dieser Zeit wichtige Kontakte, unter anderem zu Andy Warhol knüpfen. Die Ausstellungen verkauften zwar wenig, jedoch waren immer wichtige Personen anwesend.

Thaddaeus Ropac bewies dabei ein gutes Händchen. Zudem waren die 1980er Jahre auch die richtige Epoche für diesen künstlerischen Untergrund. Sein guter Blick für kommende Berühmtheiten der Szene bescherte Ropac letztendlich auch die benötigten finanziellen Mittel um aus seiner kleinen Galerie auszuziehen. Während die meisten Galleristen wohl in Salzburg geblieben wären, ging Thaddaeus Ropac nach Paris, und das gleich in das Zentrum.

Der Mut zum Risiko wurde belohnt. Ropac betreibt heute im Zentrum von Paris eine 800 Quadratmeter große Galerie mit drei Stockwerken. Seinen Stammsitz hat er wieder nach Salzburg verlegt. Es befindet sich am Salzburger Mirabellplatz in der Villa Karst. Zudem hat der erfolgreiche Galerist in der Salzburger Vorstadt 2010 eine 2.600 Quadratmeter große Kunsthalle gebaut.

Thaddaeus Ropac ist unter anderem für seine Großzügigkeit bekannt. So schenkte er dem Salzburger Museum der Moderne 25 Werke die mehr wert sind, als das Museum in 10 Jahren als Anschaffungsbudget hat.