Der Kriegsmaler Alfred Basel

Alfred Basel

Der am 23.März 1876 in Wien geborene Sohn eines Fabrikbesitzers studierte unter dem bekannten Maler und Illustrator Felician Myrbach an der Wiener Kunstgewebeschule von 1892-1898. Nach seinem Studium reiste Alfred Basel viel durch Italien und Deutschland um von den Meistern der Moderne zu lernen. Es gelang ihm jedoch selbst in der Wiener Szene nie der richtige Durchbruch mit seinen Werken.

Nach Ausbruch des ersten Weltkriegs stand Basel unter anderem in Galizien und bei den Karpatenkämpfen als Oberleutnant an der Front. Im Herbst 1915 wurde er aufgrund verschiedener Krankheiten außer Dienst gesetzt, nur um ein Jahr später nach Albanien an die Isonzofront und später in die Ukraine geschickt zu werden.

Hier begann er auch seine Karriere als Kriegsmaler, welche seinen künstlerischen Durchbruch bedeutete. Zuerst stellte Alfred Basel seine Werke in kleinen Ausstellungen im Kriegspressequartier aus. Es dauerte bis 1919, als er zum ersten Mal einige seiner Gemälde im Wiener Künstlerhaus während der Winterausstellung einem breiteren Publikum vorstellen konnte.

Der Stil von Alfred Basel erinnerte zum Teil an die Werke von Oskar Laske. Dem Publikum gefielen die vielen Details der Gemälde. Alfred Basel verzichtete bei seinen Werken bewusst auf patriotische Effekthascherei und hatte die Begabung das Grauen des Krieges detailliert in seinen Werken zu verewigen. Besonders seine Massenszenen mit hunderten, ja tausenden kleinen Figuren, erinnern in ihrer Detailgenauigkeit fast an die Fotografien der damaligen Zeit. Dass Alfred Basel ein fotographisches Gedächtnis besaß verdeutlicht sich an einigen seiner Gemälden, die von Schlachten stammten an denen er zwar Teil nahm, jedoch noch nicht als Kriegsmaler tätig war. Besonders seine in schwarz und grau auf weißem Untergrund gehaltenen Radierungen sorgten bei den Ausstellungen für starke Emotionen der Betrachter.

Es ist schon fast eine Ironie des Schicksals, dass Alfred Basel in vielen Schlachten des zweiten Weltkriegs in vorderster Front kämpfte und dies alles überlebte, dann aber am 24. Januar 1920 an den Folgen eines Jagdunfalls starb.